Zweieinhalb Jahre nachdem der bisher letzte Lobpreis- und Singe-Gottesdienst „Meet Me to Praise“ im Wittgensteiner Süden stattgefunden hatte, lud jetzt der CVJM Hesselbach in Kooperation mit dem CVJM-Kreisverband und dem heimischen Kirchenkreis genau dazu ein. Corona hatte solche Veranstaltungen mit menschlicher Nähe und gemeinsamem Singen zunächst unmöglich und anschließend ziemlich kompliziert gemacht. Auch deshalb war von der Bundesregierung zum Jahresanfang 2022 das Förderprogramm „Impuls“ ausgelobt worden, um nach den Schwierigkeiten der Pandemie die Amateurmusik im ländlichen Räum finanziell zu unterstützen. 5000 Euro Förderung erhielten die Hesselbacher, und die die wurden in erster Linie in die Ausstattung gesteckt: Einerseits um damit die technische Qualität der Auftritte zu erhöhen, andererseits um zukünftig leichter an ganz unterschiedlichen Orten Musik machen zu können.

Der Gottesdienst jetzt fand bei strahlendem Sonnenschein im Hesselbacher Freibad statt. Am alten Konzept hatte sich nichts geändert: Nachdem Dirk Messerschmidt vom Hesselbacher CVJM und Birthe Becker-Betz aus der Banfetaler Kirchengemeinde die rund 60 Gottesdienst-Gäste begrüßt hatten, waren es einzelne Band-Mitglieder, die sich für das Programm Stücke überlegt hatten und ihre Auswahl den Zuhörenden auch kurz erläuterten. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb war die gebotene Bandbreite sehr groß: Sie reichte von „Du meine Seele singe“ bis „Jesus in My House“, von „Wie ein Fest nach langer Trauer“ bis „When the Music Fades“. Die Band bestand aus Johannes und Lukas Lang, Michael Lingemann und Doro Messerschmidt, für den Gesang waren Anke und Mia Lingemann kurzfristig und fabelhaft eingesprungen. Und weil alle Lied-Texte an eine Leinwand geworfen wurden, ließen sich die Zuhörenden gern zum Mitsingen einladen.

Zum Gottesdienst gehörten außerdem die übrigen gewohnten Zutaten: Prädikantin Sabine Lang dachte über einen Psalm nach, das Fürbittengebet sprach Birthe Becker-Betz mit Kathrin Messerschmidt. Nach dem Gottesdienst gab es von der aufgebauten Bühne noch eine Zugabe. Nachdem man sich etwas zu trinken und zum Knabbern geholt hatte, konnte man weiterhin der Band lauschen. Die nächsten Meet-Me-to-Praise-Gottesdienste an anderen Orten sind schon in der Planung, außerdem soll es im September einen Workshop geben, in dem die neue technische Ausstattung ebenfalls genutzt werden soll.

Von Jens Gesper, Öffentlichkeitsreferat Kirchenkreis Wittgenstein.