Reisegruppe aus Wittgenstein erlebt Spanien
Neulich bereiste eine kleine Wittgensteiner Reisegruppe bestehend aus acht Personen zwischen 24 und 67 Jahren das sonnige Spanien.
Im Rahmen der CVJM-Städtetour vom Kreisverband Wittgenstein startete die Tour bereits vor Ort mit der Bahn zum Flughafen nach Köln/Bonn. Von dort ging es dann zunächst mit dem Flieger nach Barcelona, bevor man auch in Spanien mit dem klassischen Fortbewegungsmittel das Land näher erkundete.
Natürlich begann die Reise mit einem ausführlichen Stadtrundgang in der katalonischen Hauptstadt und einem Besuch der bereits seit 1882 im Bau befindlichen Kirche La Sagrada Familia von Antoni Gaudí. Auch eine Fahrt mit dem Aufzug in die Türme der Kirche durfte nicht fehlen, so dass die Reisegruppe einen tollen Ausblick über Barcelona genießen konnte.
Am Abend ging es weiter in die Kleinstadt Montserrat und am frühen nächsten Morgen direkt hoch in das Gebirge zum gleichnamigen Kloster. Dort konnte die Kirche samt Mariendarstellung "Unsere Liebe Frau von Montserrat" noch vor dem Touristenansturm besichtigt und ein kleiner Rundgang hoch im Gebirge mit tollem Ausblick auf das Umland und das Kloster von oben gestartet werden.
Die dritte Station war dann am Abend das kleine Bergdorf Rupit in den Pyrenäen, in dem laut offizieller Zählung gerade einmal etwas mehr als 300 Einwohner leben. Gesehen hat die Gruppe fast niemanden, umso idyllischer war der kleine Ortsrundgang am Abend und am Morgen bei herrlichstem Wetter. Übernachtet wurde in einem kleinen Hotel inmitten des Dorfes.
Am kommenden Tag ging es dann mit der Bahn zum nächsten Ausflugsziel Pamplona im Baskenland. Zentrum ist dort die Plaza del Castillo mit ihrem Ausläufer zu den alten Märkten, wo die Gruppe am Abend typisch spanische Tapas im Restaurant zu sich nahm. Für den folgenden Tag war ein Bulli angemietet und mit ihm ging es in die Schluchten von Lumbier und Arbayun. In ersterer Schlucht fühlte sich die Gruppe fast wie im Karl May Epos "Unter Geiern", da sie von über 20 Aasgeiern überflogen wurde. Absolutes Highlight der Tour war jedoch die anschließende Fahrt über eine neun Kilometer lange, im Winter nur mit Schneeketten zu befahrene, Straße zu einem herrlichen Ausblick über die Schlucht und weite Teile der Region. "Straße" ist dabei allerdings sehr wohlwollend ausgedrückt, denn der Weg führte über zahlreiche tiefe Schlaglöcher und nicht selten wurde man im Bulli ordentlich durchgeschüttelt.

Das vorletzte Ziel der Tour war dann die größte Stadt des Baskenlandes: Bilbao. Hier besuchte man das weltberühmte Guggenheim-Museum und erlebte eine wunderschöne Aussicht über die Stadt, nachdem man mit einer kleinen Zahnradbahn auf einen höheren Berg heraufgefahren war.
Letztes Ziel der Reise war dann einen Tag später die Hauptstadt Galiciens: Santiago de Compostela. Abes dies war und ist nicht nur das Ziel der Städtetour, sondern auch vieler Pilgern, die den Jakobsweg gelaufen sind. Und auch die Gruppe lief, wenn auch nur vier Kilometer, die letzte Etappe vom Monte do Gozo (Berg der Freude) mit seinem Denkmal, welches an den Besuch von Papst Johannes Paul II im Jahr 1982 erinnert, zurück in die Stadt und nahm an der Pilgermesse am Mittag teil.

Doch nicht nur die Kathedrale von innen war einen Blick wert, denn am Abend erforschte die Reisegruppe über den Dächern bei einer Führung die Stadt und genoss den wunderschönen Ausblick bei Sonnenuntergang, bevor es am nächsten Tag mit Flieger und Bahn wieder zurück nach Wittgenstein ging.

"Es war ein tolles Erlebnis und eine wunderschöne Reise bei bestem, wenn auch für Spanien eher nicht so typisch extrem heißen, Wetter", fasste ein Freizeitteilnehmer zusammen. Und auch Reiseleiter Michael Roggenkamp aus Erndtebrück war sichtlich zufrieden mit dem Verlauf: "Es war schön, so viele unterschiedliche Menschen dabei gehabt zu haben, um gemeinsam die Natur und Kultur in Spanien zu erkunden."