Wird der Gepäck-Platz im Bus reichen? Das war die Frage, bevor 58 Leute samt ihren Taschen und Koffern sich auf die Reise zum 16 Bus-Stunden entfernten Ziel in der Nähe von Rimini aufmachten. Denn es war klar: Alles Gepäck, das nicht da unten hinein passt, muss zuhause bleiben.
Doch es passte und so startete die Tour Ende Juli vom Parkplatz an den Stöppel-Schulen in Bad Berleburg in Richtung Italien. Ein Film während der Fahrt samt der Nacht, in der doch manch eine und einer schlief, ließ die Reise kurz werden: schon morgens um 9.00 Uhr wurde das Ziel erreicht. Ab jetzt war neben den Programmen, welche die MitarbeiterInnen mit viel Freude und Aufwand vorbereitet hatten, viel Frei-Zeit angesagt. Zeit für den Strand, Frei, um auszuruhen oder zu spielen, Zeit für den Stadtbummel und Frei für den Besuch einer "House-Party" in der Strandbar ganz in der Nähe. Urlaub für Leib und Seele.
Nach dem täglichen Start mit dem Frühstück begann der Tag jeweils mit einem Teil der Bibelarbeits-Reihe "fishborn": Der Mensch, Gott, Jesus, das Christ-Werden und -Bleiben und der Kontakt zu Jesus und den anderen Christen waren Inhalt dieser Reihe. Mit vielen Methoden, in Anspielen, Stationen, Einzel- und Gruppenaufgaben, vielen Liedern und Texten aus der Bibel wurde in diesen täglichen Stunden Gott zum Vater, Jesus zum Retter und Bruder und die Gemeinschaft lebensnotwendig.
Nachmittags wurde Paracord verarbeitet oder wurden Perlen gewebt, wurde fotografiert oder mit Henna Tattoos aufgetragen; abends fanden nach dem Eröffnungsabend Programme wie der "Italien-Abend" oder das Rollenspiel "Düsterwald", ein Strand-Abend oder ein Quiz für alle statt.
Ein Highlight war das "Hospitality-Management": Eine Freizeit nahezu ohne Regeln, dafür mit dem wachen Blick für die anderen! Jeder hilft jedem, alle achten auf die Leute in ihrer Umgebung. Gutes tun, damit es den anderen gut geht! Küchendienst und Gemüse schneiden wurden zur begehrten Tätigkeit - da war Gemeinschaft, da war Aktion, da lief Musik. Ein mit Hingabe geschnitzter Karotten-Kopf war dann ein Ergebnis, oder dass einem während des Tages auf einmal Leute mit Besen begegneten, die das Haus fegten. Das durfte auch die Gruppe, die hinterher kam, erleben: Auf den Ruf eines Teilnehmers: "Kette!" formierten sich sofort eine Vielzahl Leute von deren Transporter in Richtung Küche, um den Inhalt des Autos durchzureichen - was diese Nachfolgegruppe mit offenen Mündern und völlig erstaunt wahrnahm. "Eine tolle Erfahrung!", so Freizeitleiter CVJM-Kreissekretär Heiner Häcker.
Unterbrechung zum normalen Ablauf bot der Tagesausflug: Er führte per Bus und Boot nach Venedig! Diese Stadt war für alle ein großes Abenteuer, zumal dort die Aufgabe war, an verschiedenen interessanten Orten zwischen all den anderen Touristen kreative Fotos von je ihrer Kleingruppe zu knipsen. Dann brachte ein Teensday die Ordnung durcheinander: Jugendliche übernahmen die Tagesleitung und brachten ein volles Programm durch den ganzen Tag zur Durchführung.
Am letzten Tag, als das Haus schon verlassen werden musste, wurde noch ein Kurztrip nach San Marino möglich. Zuletzt lagen sich alle, Teilnehmende und Mitarbeitende, im Abschlusskreis auf dem Stöppel in den Armen. "Eine tolle CVJM-Freizeit hat wieder mal Lust auf me(e)hr gemacht.", so Häcker.
